Einige wichtige Optionen
Da ld auf den einzelnen Systemen auch die unterschiedlichsten Optionen anbietet, werde ich hier nur die
wichtigsten Optionen vorstellen, die auch auf den meisten Systemen gueltig sind. Um spezielle fuer ein System
angebotetnen Optionen zu erfahren, sollte man die Manpage von ld oder die mitgelieferten Dokumentationen
durchlesen.
- -e startsymbol
- (entry) Die Adresse des Symbols startsymbol soll die Startaddresse fuer das erzeugte
ausfuehrbare Programm sein.
- -lname
- (libary) verwendet zum Linken die Bibliothek libname.so bzw. libname.a.
Wenn nicht anders vorgegeben, verwendet gcc zum Linken dynamische Bibliotheken (libname.so)
statt statischer Bibliotheken (libname.a). Der Linker sucht nach Funktionen
(unresolved references) in allen angegebenen Bibliotheken in der Reihenfolge, in der diese
angegeben sind, bis jeweils der erste passende Eintrag gefunden wurde.
- -Ldirectory
- (Libary) fuegt das angegebene Verzeichnis zur Liste der Directories hinzu, in denen nach
Bibliotheksdateien zu suchen ist. Wenn nicht anders angegeben, zieht gcc dynamische Bibliotheken
(shared libaries) der Verwendung von statischen Bibliotheken (static libaries) vor. Das voreingestellte
Directory fuer die Suche nach Bibliotheken ist /usr/lib.
- -o name
- (output) Normalerweise erzeugt ld eine Ausgabedatei mit dem Namen a.out. Wird ein anderer Name
gewuenscht, so ist dies mit dieser Option moeglich.
- -s
- (strip) entfernt Zeilennimmerneintraege und Symboltabelleninformationen bei der Generierung
des ausfuehrbaren Programms.
- -u symbolname
- (undefine) bewirkt, dass symbolname als undefiniertes Symbol in der Symboltabelle eingetragen
wird. Das ist beim ausschliesslichen Laden einer Bibliothek nuetzlich, da die Symboltabelle anfaenglich
leer ist und mindestens eine unresolved reference benoetigt wird, um ld zu zwingen, Funktionen
aus einer Bibliothek in das Programm zu uebernehmen. Diese Option muss unbedingt vor dem entsprechenden
Bibliotheksnamen auf der Kommandozeile angegeben werden.
Hinweis:
Da ld automatisch von cc bzw. gcc aufgerufen wird, nachdem cc bzw. gcc alle C- und Assemblerprogramme
assembliert bzw. kompiliert hast, wird meist cc bzw. gcc zur Erzeugung eines ausfuehrbaren Programms verwendet.
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